Projektstatus
abgeschlossen 2018
Ort
Hamburg-Altona
Nutzung / Themen
Sonderthemen
Mischnutzung
Konzept zur Steuerung von Spielhallen und Wettbüros Das Vergnügungsstättenkonzept für Spielhallen und Wettbüros im Bezirk Hamburg-Altona schafft eine bezirksweite Grundlage für den planungsrechtlichen Umgang mit diesen Nutzungen. Ausgangspunkt ist die Erkenntnis, dass Spielhallen und Wettbüros je nach Standort unterschiedliche Auswirkungen auf ihr städtebauliches Umfeld haben können. Dazu zählen insbesondere Veränderungen des Stadtbilds, Nutzungskonflikte, die Verdrängung bestehender Angebote und mögliche Trading-Down-Prozesse. Grundlage des Konzepts ist eine umfassende Bestandsaufnahme der vorhandenen Spielhallen, Wettbüros und vergleichbaren Mischformen sowie eine Untersuchung der bestehenden planungsrechtlichen Situation. Die relevanten Stadtbereiche werden anschließend anhand ihrer tatsächlichen Nutzungs- und Raumstruktur typisiert und hinsichtlich ihrer Empfindlichkeit gegenüber Vergnügungsstätten bewertet. Auf dieser Basis unterscheidet das Konzept zwischen Eignungsgebieten, in denen Spielhallen und Wettbüros grundsätzlich städtebaulich verträglich erscheinen, und Ausschlussgebieten, in denen eine Ansiedlung vermieden werden soll. Damit verfolgt das Projekt einen differenzierten Steuerungsansatz: Besonders sensible Wohnbereiche, zentrale Einkaufsstraßen sowie hochwertige oder architektonisch schützenswerte Stadträume sollen geschützt werden, während insbesondere geeignete gemischt genutzte Lagen und Gewerbegebiete weiterhin Entwicklungsmöglichkeiten bieten. Das Konzept bildet damit eine fachliche Grundlage, um zukünftige Ansiedlungs- und Umnutzungsanfragen nachvollziehbar und bezirksweit nach einheitlichen städtebaulichen Kriterien zu beurteilen.
